Ausflug 4. Grundschulklasse der Carl-Orff-Schule

Am Freitag  den 2.6.207 unternahmen die 4. Klassen der Carl-Orff-Schule unter der Leitung von Frau Büttner, Frau Arzberger, Frau Greifenstein und Pfarrer Greifenstein einen Ausflug nach Worms. Es wurden besichtigt: der Jüdische Friedhof, die Synagoge, der Dom und das Luthrdenkmal. Danach gab es Eis und alle waren glücklich.

Weiterlesen

Konfirmation in Schwanheim

  Am letzten Sonntag wurden 12 Mädchen und Jungen in Schwanheim konfirmiert. Der Unterricht wurde von Pfarrer Greifenstein gemeinsam mit einem Team gestaltet.               Auf dem Bild haben sie sich unter die Konfirmandinnen und Konfirmanden gemischt: Von links: Pfarrer Hans-Joachim Greifenstein, Joao Rodrigues, Doris Greifenstein und Margrit Hechler, die 1. Vorsitzende des Kirchenvorstandes. Außerdem waren noch zahlreiche bereits konfirmierte Jugendliche am Unterricht beteiligt, die zusammen mit dem Singkreis Schwanheim den feierlichen und fröhlichen Gottesdienst mitgestaltet haben.

Weiterlesen

Jahresbericht 2016

Allgemeines   Unsere Kirchengemeinde hatte am 31.12.2016   1.515 Mitglieder. Die Kirchengemeinde gehört zum Dekanat Bergstraße, liegt im Propsteibezirk Starkenburg in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) mit Sitz in Darmstadt.   Die Kirchengemeinde ist Gesellschafterin der Diakoniestation Bensheim-Zwingenberg, Mitglied in der „Allianz für den freien Sonntag“ des Evangelischen Dekanats Bergstraße und Mitglied bei der ökumenischen Entwicklungsgenossenschaft „Oikocredit“ mit einer Einlage in Höhe von 5.000,-€. Im Jahr 2016 sind 15 Personen aus der Kirche ausgetreten; 28 Gemeindemitglieder wurden bestattet, 16 Kinder getauft, 27 Jugendliche wurden konfirmiert und 9 Paare ließen sich trauen. In Schwanheim, Langwaden und Rodau wurden über 100 Gottesdienste gefeiert. Neben den Sonntagsgottesdiensten waren dies Passionsandachten, der Open Air Gottesdienst an der Wattenheimer Brücke, der Gottesdienst „Wo onerscht“ bei Familie Schweickert, Kerbgottesdienste in Langwaden und Rodau, der Verschwisterungsgottesdienst mit Morogoro in Tansania, der Buß- und Bettagsgottesdienst, sowie Gottesdienste des Frauenkreises am Weltgebetstag und im Advent. Zahlreiche davon wurden durch ehrenamtlich tätige Prädikantinnen und Prädikanten gestaltet und fast in allen wirkten Gemeindemitglieder mit. Dafür möchten wir an dieser Stelle DANKE sagen. Insgesamt 5.002 Personen besuchten an den Sonn- und Feiertagen den Gottesdienst – im Durchschnitt 94 Personen pro Feiertag, das entspricht einer Quote von 6,2 Prozent der Gemeindemitglieder (Durchschnitt in der Evangelischen Kirche in Deutschland 2013: 3,6%). Zehn Mal wurde in Schwanheim nach dem Gottesdienst zum Kirchencafé eingeladen und viele Menschen folgten dieser Einladung. Bei Kaffee und Kuchen kamen viele ins Gespräch miteinander. Der Haushaltsplan der Kirchengemeinde belief sich in Einnahmen und Ausgaben auf 416.494,- € in Ausgaben auf 433.277,- €, mithin ergab die Bilanz einen Minusbetrag von 16.783,- €. Wir haben aber nicht mehr ausgegeben als wir eingenommen haben, im Gegenteil, wir haben sogar noch über 17.000,- € in die Rücklagen überführt. (Das Bilanzergebnis kommt daher, dass wir unser Haushalt auf Beschluss der Landessynode unserer EKHN seit neuestem nach der sogenannten „Doppik“-Systematik führen müssen, die auch die Abschreibungen der Gebäudewerte berücksichtigt. Auf diese Weise entsteht ein buchhaltungsbedingtes Minus.) In der Kollektenkasse wurden 18.765,53 € vereinnahmt. Die Rücklagen der Kirchengemeinde betrugen insgesamt 405.551,66 €. Davon sind zweckgebunden 141.310,89 € für eine noch ungegründete Stiftung zur Förderung der Kirchengemeindlichen Arbeit, 13.739,- € für die Renovierung der Orgel, 9267,01 € für die Belange des Kindergartens und 36.630,47 € für Bauangelegenheiten. Kindergottesdienst Einmal im Monat findet Kindergottesdienst statt. Die Kinder treffen sich mit dem KiGo Team in der Kirche. Vor der Predigt zündet ein Kind die KiGo Kerze an der Osterkerze an und dann verabschiedet Pfarrer Greifenstein die Gruppe mit einem Segen. Der Kindergottesdienst wird dann im Haus der Begegnung fortgesetzt. Biblische Geschichten werden erzählt, es wird gespielt, gebastelt und gesungen. Die Kindergottesdienstgruppe war auch am Krippenspiel beteiligt. Alle Kinder sind herzlich eingeladen den Kindergottesdienst mal zu besuchen. Ökumenischer Lobpreisgottesdienst Lobpreis ist als besondere Form des Gebets eine Ausdrucksmöglichkeit des christlichen Glaubens. Er ist seit der Urchristenheit liturgischer Bestandteil des christlichen Gottesdienstes aller Konfessionen. Daneben sind Lobpreis und Anbetung aber auch Inbegriffe für eine innere christliche Lebenshaltung. Der Lobpreis der Christenheit geht auf die Lobgesänge Israels zurück, wie er sich im Alten Testament z. B. im Psalter findet. In 2016 fand, immer im Wechsel zwischen den Gemeindeteilen in Schwanheim, Rodau, Langwaden und unseren katholischen Schwestern und Brüdern der Gemeinde in Fehlheim, der Lobpreisgottesdienst statt. Unter der Leitung von Klaus Dickerhof und Rico Klos wurde, ganz im Sinne der Ökumene, im fast monatlichen Rhythmus der Lobpreisgottesdienst mit wechselnden Themen gestaltet. So wurden in Form von Gesang, Fürbitten, Sprüchen/Weisheiten, besinnlicher Geschichten und einem passenden Abendgebet unter anderem die Themen Hoffnung, Nächstenliebe, Ewigkeit, Glaube, Liebe, Frieden und Zuversicht in den Gottesdiensten entsprechend behandelt. Die Teilnehmer waren allerdings zum Großteil katholische Gemeindeglieder, was sich sicherlich in 2017 noch etwas ökumenisch ausgleichender gestalten lässt. Wir laden Sie dazu sehr herzlich ein. Die Klangmeditationen wurden elf Mal im Jahr 2016 von Martina Pfeiffer in der Kirche in Schwanheim angeboten. Die Homepage www.ev-kirchengemeinde-schwanheim.de wurde von 4.541 Nutzerinnen und Nutzern 23.071 mal aufgerufen.   Konfirmation Wie können wir heute als Christen leben? Was heißt es, Christ zu sein? Um diese Fragen geht es im Konfirmandenunterricht. Dieser beginnt für die meisten Jugendlichen mit dreizehn oder vierzehn Jahren und dauert in unserer Gemeinde ein Jahr. Am Ende des Konfirmandenunterrichtes steht ein Fest, die Konfirmation. Sie wird auch Einsegnung genannt – denn im Mittelpunkt des Gottesdienstes steht der Segen, der den Konfirmandinnen und Konfirmanden zugesprochen wird. Er bekräftigt den Taufsegen: dass Gottes Kraft und Schutz die Mädchen und Jungen begleiten wird. Der Konfirmandenunterricht in unserer Gemeinde findet als Blockunterricht an neun Wochenenden statt. Hinzu kommen noch zwei Konfirmandenfreizeiten. Die diesjährigen Konfirmanden begann im Juni diesen Jahres mit dem ersten Wochenende zum Thema: Ich und Du (Konfi, Kirche, Gott). An diesem Wochenende stand das Kennenlernen im Mittelpunkt. Ein aufregendes Wochenende, da keiner genau wusste was ihn oder sie erwartet, auf wen man so trifft, wie die Teamer sind usw. Nach den ersten Aktionen war aber jede Unsicherheit wie weggeblasen und alle hatten Spaß. Gleich nach den Sommerferien brachen die Konfis zu ihrer ersten Konfifreizeit nach Höchst im Odenwald auf. Dort trafen die Jugendlichen dann auf drei weitere Konfigruppen aus Einhausen,Gronau-Zell und Zotzenbach. Diese verbringen schon seit Jahren zusammen mit den Schwanheimer Konfis ihre erste Freizeit in Höchst. Bis zu den Weihnachtsferien beschäftigten sich die Konfis noch mit den Themen Schuld und Vergebung – Abendmahl, Gemeinde – Gottesdienst, Gott – Einander begegnen um voneinander zu lernen, Beten – Reden mit Gott, Jesus – Leben und Tod und mit dem Kirchenjahr. Weitere Themen werden bis zur Konfirmation an den Konfiwochenenden bearbeitet. Immer möglichst nah an der Erlebniswelt der Jugendlichen, so dass sie aus dem Unterricht Impulse für den Alltag mitnehmen können. Im Februar steht noch ein Besuch bei dem Improvisationstheater RequiSit an und dann noch die zweite Konfirmandenfreizeit zur Vorbereitung des Vorstellungsgottesdienstes. Im Mai dann werden die Jugendlichen in einem feierlichen Gottesdienst konfirmiert. An vielen Sonntagen wirken die Konfis im Gottesdienst mit und lernen so einen Teil des Gemeindelebens kennen. Außerdem erfahren sie sich als Teil der Gemeinschaft Gottes und unserer Kirchengemeinde. Teamer – Mitarbeiter in der Konfi- und Jugendarbeit Beim Konfirmandenunterricht werden wir unterstützt durch jugendliche Teamer. Das sind Jugendliche, die bereits konfirmiert sind und die uns bei der Durchführung der Konfirmandenzeit helfen. Sie leiten die Kleingruppen mit an und helfen auch in den kreativen Arbeiten, sei es beim Basteln, bei Rollenspielen oder anderen Aktionen. Ohne unsere Teamer wäre die Konfirmandenarbeit in dieser Form nicht denkbar. Die Möglichkeit in Klein- und Neigungsgruppen mit den Konfirmanden zu arbeiten ist nur dadurch gegeben. Auch der “kritische Blick” auf unsere Arbeit sowie die altersbedingte Nähe zu den Konfirmanden ist wichtig für eine gelingende Konfirmandenzeit. Zur Zeit haben wir 27 Jugendteamer, die sich bei den Aktivitäten abwechseln, so dass die Mitarbeit zeitlich möglich ist.   Kirchenvorstandsarbeit Der Kirchenvorstand hatte im Jahr 2016 zehn Kirchenvorstandsitzungen, in denen es um die vielfältigen Belange der Kirchengemeinde ging. Im Juni machten sich die Mitglieder auf den Weg nach Güttersbach um dort ein Wochenende in „Klausur“ zu gehen. Zusammen mit dem KV aus Einhausen beschäftigten sich die Mitglieder mit Themen wie dem eigenen Glauben, was bedeutet mein Glaube in der Arbeit im KV, in der Familie, Beruf… Zum Abschluss des KV-Seminars besuchten alle den Gottesdienst in Güttersbach. Der Kirchenvorstand wirkt in allen Gottesdiensten mit, hilft bei der Durchführung des Kirchencafés, organisiert das Osterfrühstück, das Dankeschön Essen, den Open Air Gottesdienst an der Wattenheimer Brücke und kümmert sich um die Belange der Kirchengemeinde.   Kindergarten Kindergarten voll besetzt, eine Integration, sieben zweijährige und 32 Kinder zwischen 3 und 6 Jahren. Zwei neue Kolleginnen, Monika Sternberg und Christina Leopold kommen zum Kiga Team dazu. Zur Qualitätssicherung besuchte das Team eine Fortbildung mit dem Evangelischen Kiga Einhausen „Kompetenzorientierte Beobachtung und Entwicklungsdokumentation. Eine Teamsupervision begleitet und unterstützt das Kiga Team im ganzen Jahr in seiner Zusammenarbeit. Eine neue Kollegin kommt dazu Rita Hübner und vervollständigt das Kindergarten Team 2016. Regelmäßige Tandems mit der Carl Orff Schule Fehlheim. Eine neue Garage aus Holz gebautvon der Stadt Bensheim, bietet unseren Hoffahrzeugen Unterstand und Schutz vor Regen. Praktikantinnen/Praktikanten besuchten unseren Kiga. Folgende Feste und besondere Aktionen: Faschingsmontag und Faschingsdienstag im Kiga Papatag: „ein Samstagmorgen nur mit meinem Papa, im Kindergarten“ Elternabend zum Thema: „Heute nur gespielt und wieder viel gelernt“ Besuch des Seniorennachmittags an Ostern Abendmahl mit Pfarrer Greifenstein und seiner Frau Doris im Kiga Muttertags Brunch auf der Wiese von Familie Werner Ausflug mit den Vorschülern ins „Naturschutzzentrum Bensheim“ Gemeindefest/Gottesdienst mit der Verabschiedung der Vorschüler Teilnahme an der Sichelhenk Schwanheim auf dem Traktor von Jürgen Werner Elternabend: „ Den Wert des Spielens für die kindliche Entwicklung verdeutlichen!“ Neu gewählter Elternbeirat: Frank Borger, Constanze Eberlein, Ines Vogt. Erntedanksuppe gekocht von den Vorschulmamas/Papas. Erntedankgottesdienst Gut besuchter Laternenumzug durch Schwanheim Nikolaussuche im Feld mit Unterstützung des Elternbeirates Seniorennachmittag an Nikolaus besucht Päckchen für Russland Familien gepackt mit Hilfe des Elternbeirates Eltern backten Plätzchen und nahmen an der Vorlese Aktion im Kiga teil, vielen Dank dafür. Besuche mit den Vorschülern: Verkehrspolizei, Feuerwehr Schwanheim, Patenschafts- Zahnarzt, Polizei, und Experimente in der Carl Orff Schule. Eine mehr als zufriedene Elternumfrage 2016 liegt im Dezember vor.   Verschwisterung Vom 05.09. – 07.09.2016 besuchte eine sechsköpfige Delegation der Moravian Church aus Tansania unsere Kirchengemeinde. Unter den Delegierten war auch ein Gemeindemitglied unserer Partnergemeinde in Morogoro. Elias Mtungilwa unterzeichnete stellvertretend für seine Gemeinde im Partnerschaftsgottesdienst am 05.09.2016 in Schwanheim die offizielle Partnerschaftsvereinbarung. Viele Gemeindemitglieder beteiligten sich daran, unsere Gemeinde den afrikanischen Gästen zu präsentieren und unsere Gastfreundschaft zu zeigen. Es war eine echte Bereicherung für beide Seiten. Seit dem Besuch besteht ein reger E-Mailkontakt zwischen der Gemeinde in Morogoro und der Kirchengemeinde Schwanheim. Kurz vor Weihnachten schickten einige Frauen aus der Kirchengemeinde Schwanheim selbstgebackene Weihnachtsplätzchen nach Morogoro. Die Plätzchen kamen auch tatsächlich dort an und wurden im Gottesdienst an Weihnachten verteilt.   Frauenkreis Wie immer ist im Frauenkreis der Jahresablauf geprägt von den Vorbereitungen für den Gottesdienst zum Weltgebetstag und für den Gottesdienst zum zweiten Advent. Wir haben uns im Laufe des Jahres 26 Mal getroffen. Im Januar 2016 konnten wir uns gleich zu Beginn wieder mit einem spannenden Film aus Kuba auf das Weltgebetstagsland einstimmen. Für diese Vorbereitungen sind immer auch die katholischen Frauen eingeladen. Dann sind wir eine große Runde zwischen 20 und 25 Frauen. Sonst sind wir elf aktive Mitglieder, hatten aber im ersten Quartal die Freude, ein extra Frühstückstreffen einlegen zu können für den Besuch der „Zwölften“ im Bunde, die im Jahr 2014 fortgezogen ist. Dies nur als Beispiel dafür, dass wir gern auch die anfallenden Feste in unserer Runde begehen und als Gelegenheit nutzen, über uns und unser Erleben nachzudenken und uns darüber auszutauschen. Das zweite Halbjahr haben wir mit einer Fahrt nach Reichelsheim begonnen. Wir wollten mehr erfahren über die Burg und die Arbeit der „Offensive Junger Christen“. Unser junger Reiseführer weckte bei uns großes Interesse für den alten Brunnen und das wunderbare „musikalische“ Kunstwerk in seiner Nähe: „daran könne jede Gruppe ihre Teamfähigkeit erproben“. Aber wichtig war uns auch der Besuch der schönen Kapelle. Dann erst kam unsere Teamarbeit an die Reihe. Es war ein großer Spaß! Machen Sie ruhig mit kleinen oder größeren Kindern mal einen Ausflug nach Reichelsheim! – das möchte ich den LeserInnen mit auf den Weg geben. Im Hinblick auf das Jubiläums-Reformationsjahr haben wir uns auch mit den Lebensläufen der Männer beschäftigt, die im 14. und 15. Jahrhundert von Bedeutung für die reformatorische Entwicklung waren. Im Advent ist uns das Leben der Maria sehr zu Herzen gegangen. Auch darum sind wir froh, dass wir jedes Jahr die Gelegenheit haben, den Gottesdienst zum 2. Advent zu gestalten.   Besuchsdienstkreis Mit viel Freude nimmt auch der Besuchsdienstkreis weiterhin seine Aufgaben wahr. Wir sind sieben Mitglieder: Zwei Frauen aus Rodau, zwei aus Fehlheim und drei aus Schwanheim teilen uns bei unseren Vorbereitungstreffen, die alle zwei Monate stattfinden, die Termine für die Besuche auf. Unterstützt werden wir vom Pfarrerehepaar. Bei besonderen Anlässen und runden Geburtstagen nehmen Gemeindeglieder es erfreut wahr, dass sie vom Pfarrer oder seiner Frau besucht werden. Für uns ist jeder Besuch wichtig. Manchmal wechseln wir nur ein paar Worte an der Tür, oft werden wir hereingebeten und es entwickelt sich ein längeres Gespräch – natürlich unterliegt es der Schweigepflicht. Manchmal werden Sorgen und Nöte angesprochen, aber oft hören wir auch viel Dankbares über das, was das Leben den „Geburtstagskindern“ bereit gehalten hat. Das ist dann natürlich sehr ermutigend, wenn Staunen und Freude über Gutes auch im vorgerückten Alter das Gespräch überwiegen. So werden wir auch weiterhin gern unseren Dienst tun.   Seniorenkreise In Rodau trifft sich der Seniorenkreis einmal im Monat im Dorfgemeinschaftshaus unter der Leitung von Waltrud Orluk, in Schwanheim kommen die Senioren einmal die Woche im Haus der Begegnung zusammen. Hier besteht das Leitungsteam aus Brigitte Ratgeber, Annemarie Feigl und Margarete Wegfahrt. Es gibt Ausflüge, Vorträge, Gedächtnistraining und vieles mehr. Neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind jederzeit herzlich willkommen.   Offene Kirche Unsere Kirchen in Langwaden und Schwanheim sind tagsüber zur Besichtigung und stillen Einkehr geöffnet. Dieses Angebot wird dankbar angenommen. In den ausgelegten Büchern finden sich neben weniger ernst gemeinten Eintragungen häufig innige Gebetswünsche und manchmal sehr bewegende Zeugnisse menschlicher Not und Hoffnung.   Besondere Ereignisse im Leben unserer Kirchengemeinde im Jahr 2016 Mit der Orgel Filmmusik spielen, das konnten viele Menschen in unserer Kirche erleben. Frau Han Kyoung Park-Oelert, Dekanatskantorin aus Rimbach begleitete zwei Filme von Charlie Chaplin mit der Orgel. Das Publikum war begeistert. Am 14. Februar 2016 lud die Kirchengemeinde Schwanheim zum Neujahrsempfang mit anschließender Gemeindeversammlung ein. Hierbei wurde ein Rückblick auf das Jahr 2015 gehalten und ein Ausblick auf das Jahr 2016. Gottesdienst „wo onerscht“ So nennt sich ein neues Angebot unserer Kirchengemeinde. Die Kirche geht zu den Menschen die sich das wünschen. Ob Familien, Vereine oder der Kindergarten, alle können sich einen Gottesdienst in ihren Räumen wünschen. Einmal im Jahr ist diese Art des Gottesdienstes möglich. Der Gottesdienst dieser Reihe fand am 17. April auf dem Bauernhof der Familien Rothermel und Schweickert statt. Gemeindefest Alle zwei Jahre veranstaltet unsere Kirchengemeinde ein Gemeindefest. Am 26. Juni startete das Gemeindefest mit einem Familiengottesdienst, in dem die Kindergartenkinder mitwirkten. Nach dem Gottesdienst gab es dann Essen und Trinken im und am Haus der Begegnung, Angebote für Kinder, Musik und ein Schätzspiel. Auch wurde der neue Imagefilm über das Leben in unserer Kirchengemeinde vorgestellt. Dieser ist seit diesem Zeitpunkt auf der Homepage zu sehen.   Besondere Ereignisse im Leben unserer Kirchengemeinde im Jahr 2017 29. Januar findet unser Neujahrsempfang mit Gemeindeversammlung statt. Nach einem kurzen Gottesdienst unter Mitwirkung des Singkreises Schwanheim können die Gemeindemitglieder bei einer kleinen Stärkung ins Gespräch kommen. In der anschließenden Gemeindeversammlung wird der Jahresbericht vorgestellt. Gemeindemitglieder können Fragen zum Gemeindeleben und Gemeindegeschehen stellen und der Kirchenvorstand wird diese so gut wie möglich beantworten. 7. Mai Konzert mit dem Kammerchor „Cantemus“ 21. Mai Konfirmation 2. Juni Der Kirchenvorstand sagt DANKE und lädt alle amtlichen- und ehrenamtlichen Mitarbeiter zu einem gemütlichen Abend ein. Einladungen folgen! 11. Juni Gottesdienst auf dem Kindergartengelände mit anschließendem Kindergartenfest. Am 25. Juli werden unsere neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden in einem Gottesdienst eingeführt. Tradition ist nach der Sommerzeit, am 13. August schon der open air Gottesdienst an der Wattenheimer Brücke den wir zusammen mit unserer Nachbargemeinden Einhausen und Lorsch. S o n n t a g , 1.10. 10:15 Uhr Erntedankfestgottesdienst mit dem „Katholischen Kirchenmusikverein Fehlheim“ und anschließendem Frühschoppen „rund um die Kersch“ Sonntag, 19.11. 17 Uhr Kirche Schwanheim Kammerchor „Cantemus“ Schütz-Motetten und „Totentanz“ von Hugo Distler Mittwoch, 29.11. 19:30 Uhr Kirche Schwanheim Konzert mit dem „Efatha-Gospelchoir“ aus Daressalaam/Tansania Des Weiteren plant der „Singkreis Schwanheim“ ein Konzert zum Reformationsjubiläum, dessen Termin noch nicht fest steht.   Jahreslosung 2017 Gott spricht: Ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben (Ez 36,26 Luther 2017)     Dieser Jahresbericht wurde am 29.1.2017 der Gemeindeversammlung vorgelegt.   Evangelische Kirchengemeinde Schwanheim Margrit Hechler, 1. Vorsitzende Pfarrer Hans-Joachim Greifenstein Rohrheimer Straße 27 64625 Bensheim Tel.: 7 94 40 www.ev-kirchengemeinde-schwanheim.de E-Mail: ev.kirchengemeinde-schwanheim@ekhn-net.de Spendenkonto: Kollektenkasse der Ev. Kirchengem. Schwanheim IBAN DE 98 5095 0068 0003 0025 65 Sparkasse Bensheim HELADEF1BEN Gemeindebüro im Pfarrhaus Rohrheimer Str. 27 in Schwanheim dienstags von 15 – 17 Uhr und donnerstags von 16 – 18 Uhr geöffnet. Gemeindesekretärin: Christa Czaplinski

Weiterlesen

Konfirmandenseminar 07.-10.9.2016 Kloster Höchst im Odenwald

Mit elf Konfirmanden und zwölf jungendlichen und drei erwachsenen Teamern besuchte die Gruppe der Schwanheimer Kirchengemeinde das Kloster in Höchst im Odenwald. Gemeinsam erörterte man dort die Themen „Gemeinschaft und Abendmahl“. Außer der Gruppe aus Schwanheim waren auch die Konfirmandengruppen aus Einhausen, Gronau/Zell und Zotzenbach in Höchst. Gemeinsam unternahm man eine Nachtwanderung auf dem Vaterunserweg, einen kurzweiligen Quizabend und eine tolle Bad-Taste-Party. Beim Abschlussgottesdienst wurden 129,55 Euro für das Spendenprojekt „kids4kids“ von Thanh Plaß aus Langwaden gesammelt. Das Geld kommt einem Kinderheim in Vietnam zu Gute.

Weiterlesen

Besuch einer Delegation aus Tansania

Am 05.09.2016 um kurz nach 10:00 Uhr hieß es in Schwanheim „Karibu brothers and sisters“. Leicht verfroren mit dicken Winterjacken entstiegen die Gäste aus Tansania dem Dekanatsbus. Pfarrer Stefan Ningel hatte sie von Hammelbach zu uns nach Schwanheim gebracht. Im Haus der Begegnung angekommen, begrüßte uns Elias Mtungilwa mit den Worten: „Welcome in my house.“ Ja, er hatte recht. Es ist auch sein Haus, denn Schwanheim ist mit seiner Kirchengemeinde der Moravian Church in Morogoro seit über einem Jahr eine Partnerschaft eingegangen. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es dann auch schon weiter zur Kirchenbesichtigung. Schließlich war ein umfangreiches Besuchsprogramm zu bewältigen. Nach einer kleinen Andacht brachte Elias Mtungilwa die Schwanheimer Orgel zum Klingen. Wie sich noch herausstellen sollte, gibt es wohl kein Musikinstrument, das er nicht beherrscht. Auf dem Friedhof erläuterte Carla Bergmann den Gästen vor der Urnenwand, die sich wandelnde Begräbniskultur in Deutschland. In Tansania sind weiterhin Erdbestattungen üblich. Nächster Programmpunkt war der Besuch des Kindergartens. Mit großem Hallo wurde die Gruppe dort empfangen. Gemeinsam mit den Kindern bildete man einen Kreis und sang mit viel Körpereinsatz ein Lied. Die Gäste hatten Gefallen an der Darbietung und beteiligten sich eifrig. Bei der anschließenden Besichtigung des Kindergartens zeigten sie großes Interesse an den sanitären Anlagen. Offensichtlich hatten sie solche speziell für Kinder noch nie gesehen. Es wurde alles ausgiebig mit dem Smartphone und Fotoapparat fotografiert. Bei einem kurzen Ausflug ins Neubaugebiet zeigten sich die Gäste von den Wohnhäusern dort beeindruckt und wollten wissen, wie teuer der Hausbau in Deutschland ist. Die meisten in der Gruppe hatten Notizblöcke dabei und notierten fleißig das Gehörte. Schließlich gelangte die Delegation zur Drechslerei von Ulrich Heinecker. Er führte den Gästen vor, wie früher und heute Holz bearbeitet wird. Hier zeigte Elias Mtungilwa an der Drehbank sein handwerkliches Geschick, obwohl er von Beruf eigentlich Arzt ist. Auch dort erhielt er Gelegenheit ein Musikinstrument zu spielen. Ulrich Heinecker ist leidenschaftlicher Dudelsackspieler und gab den Gästen eine kurze Kostprobe seines Könnens und Elias die Möglichkeit, das Instrument auszuprobieren. Zur Mittagspause fand man sich im Haus der Begegnung ein. Es gab Rindfleischsuppe mit Markklößen. Dann wurden die Gäste auch schon von Tilman Pape zum Besuch des konfessionskundlichen Instituts in Bensheim abgeholt. Nach der Rückkehr aus Bensheim wurden die Gäste ihren Gastfamilien übergeben. Schon Wochen vor der Ankunft der Gäste aus Tansania hatten sich die Gastfamilien Gedanken gemacht. Wie werden die Gäste wohl sein, was wollen sie trinken, was wollen sie essen, was kann man machen, dass sie sich bei uns wohlfühlen? Es hat alles geklappt. Die Gäste kamen zufrieden von ihren entsprechenden Quartieren in Fehlheim bei Fam. Bergmann, Familie Mundt, bei Frau Annemarie Feigl und in Rodau bei Helga und Herbert Schneidt nach Schwanheim in die Kirche zum Verschwisterungsgottesdienst. Gemeinsam mit dem Kirchenvorstand und dem Partnerschaftsausschuss zog die Gruppe in die gut besuchte Kirche ein. Mit der gegenseitigen Unterschrift auf einer Urkunde wurde die Partnerschaft zwischen der Moravian Church in Morogoro und der evangelischen Kirchengemeinde Schwanheim offiziell im Gottesdienst bestätigt. Es wurden Geschenke ausgetauscht, gemeinsam gebetet und gesungen. Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein im Haus der Begegnung nahmen viele die Gelegenheit war, mit den Tansaniern ins Gespräch zu kommen. Der Singkreis Schwanheim hatte kurzerhand seine Chorprobe ins Haus der Begegnung verlegt und so kam die Gemeinde in den Genuss von Gesangsbeiträgen, sowohl vom Singkreis Schwanheim, als auch von den Gästen aus Tansania. Es wurde ein schöner, multikultureller Abend. Am nächsten Tag begann das Tagesprogramm wie in Afrika schon früh am Morgen. Um 7:00 Uhr traf sich die Gruppe beim Bauernhof der Familie Sillus in Fehlheim zur Fütterung der Kälber und Melken der Kühe. Stolz lies sich Elias Mtungilwa auf dem Traktor fotografieren. Wahrscheinlich hätte er gerne damit eine Runde gedreht, doch die Kälber wollten gefüttert werden. Gefüttert wurde mit Klee, Silage und Kraftfutter, so wie es auch in Tansania üblich ist. Neu war für die Gäste, dass die Kälber mit 6 Wochen zum eigenen Schutz und zum Schutz des Halters enthornt werden. Bei den Kühen angelangt, zeigte der tansanische Pastor Yonah Mwambeta großes Interesse. Die Kirche der Moravian Church in Tansania hält selbst 7 Milchkühe und möchte die Kuhhaltung erweitern. Wie sich herausstellte, liegt der Milchpreis pro Liter in Tansania bei 20 Cent, wie bei uns in Deutschland, jedoch bei weit anderen Lebenshaltungskosten. Fam. Sillus spendete uns für das Frühstück 2 Liter frisch gemolkene Milch, welche von den Tansaniern gerne im schwarzen Tee getrunken wurde. Nach dem Frühstück stand der Besuch einer Schlosserei in Schwanheim auf dem Programm. Aufmerksam ließen sich die Gäste von Georg Schmitt die Funktionen der einzelnen Maschinen erklären und fragten nach, ob der Betrieb vom Staat unterstützt wird. Dies wurde verneint und darauf hingewiesen, dass gerade das Gegenteil der Fall sei. Der Betrieb muss Steuern an den Staat zahlen. Danach ging es weiter zur katholischen Kirche in Fehlheim. Pfarrer Greifenstein entschuldigte seinen katholischen Kollegen. Er erzählte den Gästen von früher, als sich die Katholischen und Evangelischen an den Ortsgrenzen noch mit Steinen bewarfen und Ehen zwischen Katholischen und Evangelischen nicht gern gesehen waren. Er verdeutlichte, dass diese Zeiten vorbei seien und die Ökumene große Fortschritte erzielt. Auch in Tansania gebe es eine Gemeinschaft der verschiedenen Konfessionen und Freikirchen bestätigte Yonah Mwambeta. Schließlich gelangte die Gruppe zur Grundschule in Fehlheim. Dort wurde sie schon ungeduldig von den Schülern und deren Rektorin, Frau Marx, erwartet. Da es sich um eine musikalische Grundschule handelt, wurden die Gäste mit einem Intermezzo auf selbstgebastelten Trommeln und anderen Instrumenten empfangen. Die Schüler hatten im Unterricht gerade die Nationalhymne gelernt und baten daher die Gäste, ob diese die tansanische Nationalhymne singen könnten. Fasziniert folgten die Kinder dem Klang der fremden Sprache. Danach sangen die Kinder die deutsche Hymne. Bereitwillig folgten die Gäste der Rektorin durch die einzelnen Räumlichkeit der Schule und erfuhren viel zu den neuen Lehrmethoden. Den Nutzen einer Schultüte am ersten Schultag konnten sie jedoch nicht nachvollziehen. Missverständlicherweise gingen sie davon aus, dass mit dieser Tüte die Kinder das Mittagessen in die Schule gebracht bekommen. Erst nachdem ihnen die Pausenbrotbox gezeigt wurde, erkannten sie, dass dies nicht so ist. Nach einem herzlichen Dankeschön an die Rektorin verabschiedeten sich die Gäste und es ging weiter nach Rodau. Dort warteten schon die Landfrauen im alten Rathaus auf die Gruppe. Zunächst hielt Pfarrer Greifenstein eine kurze Andacht im Betsaal, anschließend sangen die Landfrauen unter Begleitung der Melodikagruppe. Gemeinsam spazierte die Gruppe mit den Landfrauen zum Begegnungshof der Sonnenkinder. Vor Ort begrüßte Frau Schulze und Frau Paulin die Gäste und führte sie über das Gelände. Ihnen wurde erläutert, dass der Hof für Kinder mit Handicap konzipiert und die Verwirklichung dieses Modells nur durch Spenden ermöglicht wurde. Auf dem barrierefreien Spielplatz hatten die Tansanier viel Spaß. Nach einem Mittagessen im Begegnungshof fuhren die Gäste mit dem Dekanatsbus zur Pröbstin Karin Held nach Darmstadt. Nach Ihrer Rückkehr wurden sie in Langwaden am Feuerwehrstützpunkt erwartet. Auch der Ortsvorsteher von Langwaden, Günter Bischof, hatte sich dort eingefunden. Dann hieß es „Wasser marsch“. Der stellvertretende Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr erläuterte bereitwillig die Funktionen des Löschfahrzeugs, der Pumpe und des Atemschutzgeräts. Mit großem Interesse verfolgten die tansanischen Gäste den Ausführungen und machten fleißig Notizen. Zum Abschluss des Besuchs in Langwaden traf man sich in der Kirche in Langwaden. Nach einer kleinen Andacht mit Kirchenvorstandsmitglied Sonja Ahlheim unterhielt der Liederkranz Langwaden die Gäste mit mehreren Liedern. Die Tansanier revanchierten sich mit einem tansanischen Kirchenlied. Es war bemerkenswert zu sehen, mit wie viel Energie sie nach dem langen Tag noch singen konnten. In Fehlheim bei Familie Bergmann beendete die Gruppe und die Gastfamilien schließlich das Tagesprogramm mit dem Selbstbacken von Pizza. Jeder, auch die Männer, bekamen Teig zum Ausrollen und Belag für die Pizza. Anschließend wurden die Pizzen von Michael Bergmann mit einem großen Brotschieber in den Outdoor-Pizzaofen geschoben. Mmmh…..die Pizzen schmeckten lecker. Für die tansanischen Männer bedeute das „selbst kochen“ eine Überwindung. In Tansania ist es nicht üblich, dass die Männer das Essen zubereiten. Pastor Yonah Mwembeta schickte daher gleich ein kleines Video von sich beim Teigausrollen an seine Frau nach Tansania. Es wurde ein lustiger Abend, der allen bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben wird. (Fotos zum Besuch: siehe Galerie „Besuch aus Tansania Sept. 2016“)

Weiterlesen

Gottesdienst an der Wattenheimer Brücke 2016

Lorsch/Einhausen. Linn, Marcel, Marlene, Lina und Samuel durften  etwas ganz Besonderes erleben: Sie wurden mit Weschnitzwasser getauft. Auf dem Weg zur Wattenheimer Brücke war am 28.08.2016 viel los und viele Gläubige strömten kurz vor 10 Uhr bei hochsommerlichen Temperaturen aus Lorsch, Einhausen, Schwanheim und Bensheim zum nahe der Brücke gelegenen Platz. Zu Fuß, mit Fahrrädern oder mit dem Auto kamen die Besucher, um dort gemeinsam unter freiem Himmel den Gottesdienst zu feiern. Holzbänke alle restlos besetzt In dem an der Brücke angelegten Rondell hatten die Organisatoren für alles Nötige gesorgt: Der hübsch gestaltete Altar, das Kreuz und die prächtigen Taufkerzen. Kurz vor Beginn wurden noch wichtige Utensilien für die Taufe auf dem gepflasterten Weg nach oben transportiert. Die Holzbänke waren restlos besetzt und es gab eine ganze Reihe Besucher, die den Gottesdienst stehend genossen. Musikalisch stimmte die Stadtkapelle Bensheim unter der Leitung von Werner Müller ein, die während der ganzen Jahre, in denen es den gemeinsamen Freiluftgottesdienst der Kirchengemeinden gibt, für die entsprechende Begleitung sorgte. Dr. Michael Wörner aus Einhausen begrüßte die Gäste und freute sich über die gute Resonanz. „Ein solch tolles Wetter hatten wir noch nie“, ergänzte er. Fragen nach dem Sommerurlaub „Wir suchen hier die Brücke, die zu dir führt“, waren mit die ersten Worte von Pfarrer Hans-Joachim Greifenstein aus Schwanheim. Es folgten ein Psalm und die Lesung aus dem Matthäusevangelium. Pfarrer Ingmar Maybach aus Lorsch stellte bei seiner Predigt das Sehen, das Licht und unsere Wahrnehmung in den Mittelpunkt. „Wie war denn ihr Urlaub?“, begann er recht unspektakulär, bevor er auf die sommerliche Sonne, ihre Leuchtkraft und den Griff zur Sonnenbrille einging. Geschickt gelang dem Pfarrer so der Brückenschlag, dass man mit einer Brille wieder scharf sehen könne. Ein Thema, welches er mit dem Alltag und auch mit dem Blick der Gläubigen auf andere Menschen verknüpfte. Eine Brille wirke zudem polarisierend, fügte er an. Dieses Wort kenne man eher in Verbindung mit einer bekannten Fußballmannschaft oder Politikern, ergänzte er. „Gott sagte, es werde Licht, und damit steht die Sonne ganz am Anfang“, verband er das Thema weiter. Christen sollten ihr Licht strahlen lassen, doch bedenken, dass zu viel Licht auch schade, gab er zu bedenken. Zum Licht gebe es in unserem Leben zudem dunkle Seiten wie Hass, Ausgrenzung und Gewalt. Pfarrer Maybach erinnerte die Gemeinde daran, dass es immer auf den richtigen Umgang mit dem Bibelwort ankomme. Bevor die Taufe begann, wurden die Tauffamilien nach vorne gebeten, während die Stadtkapelle „Kind, du bist uns anvertraut“ zur Einstimmung spielte. Anschließend erinnerte Pfarrer Renatus Keller von der evangelischen Kirchengemeinde Lorsch an die Bedeutung der Taufe, bevor die fünf Kinder diese empfingen. Vier der Täuflinge kamen aus Lorsch, ein Kind aus Einhausen. Es war bewegend, zu sehen, wie die Kinder mit Weschnitzwasser unter freiem Himmel getauft wurden. Etwas schwieriger gestaltete sich die Entzündung der Taufkerzen unter freiem Himmel, doch es gelang. Zuhörer spendeten viel Applaus Die Predigten bei einem Gemeinschaftsgottesdienst wie diesem sind immer sehr willkommen und ziehen ganz besonders viele Gläubige an. Die Gäste honorieren dies Jahr für Jahr und spendeten am Ende auch gerne einmal viel Applaus. Erfrischungsgetränke gab es für die Besucher bereits zu Beginn und während des Gottesdienstes. Eine kleine Wegzehrung stand für sie im Anschluss gestern ebenfalls noch bereit und damit gingen sie nicht nur geistig gestärkt nach Hause. Die evangelischen Kirchengemeinden Einhausen, Lorsch und Schwanheim boten mit ihrem gemeinsamen Gottesdienst an der Wattenheimer Brücke einen Termin an, an dem Besucher besonders gerne teilnehmen. Die Gestaltung der Feier unter der Beteiligung der Pfarrer Ingmar Maybach und Pfarrer Renatus Keller aus Lorsch, Pfarrerin Dr. Katrin Hildenbrand aus Einhausen und Pfarrer Hans-Joachim Greifenstein aus Schwanheim hätte schöner und ansprechender nicht sein können. Mehr Menschen in der Kirche? Aus den Reihen der Gottesdienstteilnehmer der Sommerkirche hörte man gestern, dass bestimmt wieder mehr Menschen den Weg in die Kirchen fänden, wenn die Gottesdienste und Predigten in so gelockerter Form zelebriert würden wie an der Wattenheimer Brücke. cf     © Bergsträßer Anzeiger, Montag, 29.08.2016    

Weiterlesen



error: Der Inhalt unserer Homepage ist geschützt !!