Studienurlaub von Pfarrer Greifenstein

“Wir sind dann mal weg….”

Pfarrer Hans-Joachim Greifenstein tritt Studienurlaub an.

 

Evangelische Pfarrer haben das Recht, alle zehn Jahre einen bis zu dreimonatigen Studienurlaub in Anspruch zunehmen. In dieser Zeit sind sie von ihren normalen Dienstpflichten befreit und widmen sich einem Thema, dass sie zu Studienzwecken bearbeiten. Hinterher wird ein 10-15seitiger Bericht erstellt und der Kirchenverwaltung der EKHN vorgelegt.

Pfarrer Greifenstein hat sich das Thema: “Die Theologie des Franz von Assisi und ihre Bedeutung für unsere heutige Zeit” vorgenommen.

Voraussetzung zur Gewährung des Studienurlaubes ist, dass die Vertretung aller pfarramtlicher Dienste gewährleistet ist. “Ich bin sehr dankbar, dass durch den Einsatz ehrenamtlicher Prädikantinnen und Prädikanten, Pfarrerinnen und Pfarrern, sowie einiger Ruhestandskollegen alle Dienste abgedeckt werden”, so Greifenstein. Dies gilt auch für die Kirchengemeinde Einhausen, für die Greifenstein seit dem plötzlichen Tod von Pfarrer Thomas Hoffmann Anfang Februar ebenfalls zuständig ist.

“Ich bin durch Besuche in Assisi zu diesem Thema angeregt worden”, so Greifenstein. “Mich reizt schon seit Jahren die Geschichte und Kultur Italiens. Und Umbrien ist eine ganz besonders interessante Gegend, in der viel vom mittelalterlichen Italien noch spürbar und erfahrbar ist. Auch sehe ich im Zeugnis des Heiligen Franz sehr interessante Anregungen für unsere gegenwärtige Theologie und unsere moderne Kirche”.

Greifenstein ist vom 1.6.-31.8.213 beurlaubt und wird die meiste Zeit mit seiner Frau Doris in Italien unterwegs sein. “Zuerst suchen wir etwas Erholung. Die letzten Monate waren sehr herausfordernd und wir müssen erstmal durch schnaufen.” Danach geht es mit vielen Büchern und dem Fotoapparat auf die Spuren des italienischen Nationalheiligen. Im Winter ist dann ein Gemeindeabend geplant, zu dem auch Pfarrer Äneas Opitek aus Fehlheim kommen wird, der ja bekanntlich Franziskaner ist und Pfarrer Greifenstein als Mentor unterstützt. “Wir freuen uns sehr, dass viele Gemeindeglieder in den letzten Tagen uns alles Gute für diese gemeinsame Zeit gewünscht haben. Uns klopft natürlich ein bisschen das Herz, wenn wir so lange nicht hier sind, aber sehr viele gönnen uns diese Auszeit von Herzen und haben uns Glück und Segen dafür gewünscht. Das sind Zeichen, die erfreuen.”

Die Greifensteins kommen Ende August wieder heim, um beim Konfirmanden-Seminar in Hohensolms dabei sein zu können. “Am 31.8. muss ich um 17.30 Uhr in Langwaden den Kerbgottesdienst übernehmen”, so Greifenstein. Das sei “Ehrensache.” Am Sonntag, 1.9.2013 meldet er sich dann in Schwanheim mit einem Tauf-und Abendmahlsgottesdienst wieder zum Dienst zurück.