Schwanheim

 
Beschreibung des Kirchengebäudes

Der vollständig verputzte Kirchenbau erhebt sich über einem längsrechteckigen Grundriss, dem nach Nordosten eine blockhafte Eingangsfront vorgelagert ist. Der Altarraum ist in das Schiff eingebunden und wird von schmalen Nebenräumen flankiert. 

Die Fassade beeindruckt durch die hohe, mit einem Rundbogen sich öffnende, zentrale Halle und die beiden Türme, die sich, zunächst integriert in die Frontpartie, über einer Attika mit Konsolgebälk vierseitig erheben. Hier hohe, rundbogig schließende Schallöffnungen, als allseitige Bekrönungen Dreiecksgiebel, die zu den hohen Spitzhelmen überleiten.

 

 

Das Portal mit schlichten Pilastern und Gebälk, darüber ein von Akanthusspiralen gerahmtes Bogenfenster.

 

Das versteckt hinter der Fassade liegende Schiff wird beidseitig durch jeweils fünf hohe, rundbogig schließende Fenster belichtet und ist von einem schlichten Satteldach überspannt.

 

In der südwestlichen Giebelfront breites Bogenfenster zur Belichtung des Altarraumes.

 

Im Innern ein Saal mit flacher Decke, der eingezogene Altarraum mit kassettiertem Tonnengewölbe und zentral angeordneter Kanzel mit zwei Treppenaufgängen. Die ursprünglichen Kirchenbänke wurden 1963 vernichtet.

 

An drei Seiten des Schiffes hölzerne Empore auf kannelierten dorischen Säulen, hier über dem Eingang die 1863 von Heinrich Keller geschaffene Orgel mit 22 Registern auf zwei Manualen und Pedal.

Der Entwurf des stilistisch der Kirche angepassten Prospekts stammt von Balthasar Harres aus Darmstadt.

 

Vor dem Altarbereich schönes klassizistisches Taufbecken,

 

in der Westecke eine Kreuzigungsgruppe, die 1698 von einem Frankfurter Meister bereits für die Vorgängerkirche geschaffen worden war.

 

Die das Landschaftsbild der Rheinebene weithin bestimmende Schwanheimer Kirche ist als Bauwerk ein eindrucksvolles Zeugnis klassizistischer Gesinnung, wie sie von dem schulbildenden Darmstädter Architekten Moller vertreten wurde.

 

Quelle: Landesamt für Denkmalpflege Hessen