Gottesdienst am Weltgebetstag der Frauen mit anschließendem Zusammensein im Haus der Begegnung

Veranstaltung

Titel: Gottesdienst am Weltgebetstag der Frauen mit anschließendem Zusammensein im Haus der Begegnung
Wann: 01.03.2013 14:30 - 15:30
Wo: evangelische Kirche
Kategorie: Gottesdienst

Beschreibung

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Motiv Weltgebetstag 2013 Frankreich „Ich war fremd-ihr habt mich aufgenommen“(Künstlerin: Anne-Lise Hammann Jeannot)

 

Der Weltgebetstag ist eine weItweite Basisbewegung von christlichen Frauen. Jedes Jahr, immer am ersten Freitag im März, feiern Frauen, Männer, Kinder weltweit den Weltgebetstag (WGT). Der Gottesdienst wird jedes Jahr von Frauen aus einem anderen Land vorbereitet. Diese Frauen sind Mitglieder in unterschiedlichen christlichen Kirchen. In unzähligen Gemeinden in ganz Deutschland organisieren und gestalten Frauen den Weltgebetstag. Dieses Mal wurde die Gottesdienstordnung vom französischen Weltgebetstagskomitee geschrieben.

La France – ein Land von rund 62 Mio. elegant gekleideten, freiheitsliebenden
Lebenskünstlerinnen und -künstlern, die ihr „vie en rose“ bei Akkordeonmusik unterm
Eiffelturm genießen. Soweit das Klischee. Dass Frankreich allerdings sehr viel mehr ist als
Paris, Haute Couture, Rotwein und Baguette, das wissen alle, die sich einmal näher mit
unserem Nachbarland befasst haben. Gelegenheiten dazu bieten seit der dt.-frz.
Aussöhnung nach 1945 tausende von Städte-, Kirchen- und Schulpartnerschaften.
Gemeinsam spielen beide Länder in der EU Vorreiterrollen und Frankreich ist heute der
wichtigste Markt für deutsche Produkte. Im Jahr 2013 kommt der Weltgebetstag (WGT) von
Christinnen aus unserem Nachbarland, mit dem uns viel verbindet und wo es doch Neues zu
entdecken gibt.
Frankreich ist mit seinen mehr als 540.000 km² eines der größten Länder Europas. Seine
landschaftliche Vielfalt reicht von hohen Gebirgsketten und dem Mont Blanc (mit 4.810 m
höchster Berg der Alpen) über sanfte Hügellandschaften und Flusstäler von Seine, Loire und
Rhône bis zur Küste – sei sie wild wie in der Bretagne oder mondän wie an der Côte d ’Azur.
In Frankreich, wo zwischen 50 und 88 % der Bevölkerung römisch-katholisch sind, ist die
strikte Trennung zwischen Staat und Religion in der Verfassung verankert. Das Land,
dessen Kirche sich einst stolz als „älteste Tochter Roms“ pries, gilt seit 1905 als Modell für
einen laizistischen Staat. Sehnsüchtig blickt manche Frau aus anderen Ländern auf die
Französinnen, die dank gut ausgebauter staatlicher Kinderbetreuung scheinbar mühelos
Familie und Berufstätigkeit vereinbaren. Dennoch bleiben Frauen in Frankreich, die
durchschnittlich 18 % weniger verdienen als die Männer, wirkliche Führungsposten in Politik
und Wirtschaft oft verwehrt. Schwer haben es häufig auch die Zugezogenen, meist aus den
ehemaligen frz. Kolonien in Nord- und Westafrika stammend, von denen viele am Rande der
Großstädte, in der sog. banlieue, leben. Ihr Anteil an der Bevölkerung lag 2005 bei 8,1 %.
Geschätzte 200.000 bis 400.000 sogenannte Illegale leben in Frankreich. Spätestens seit in
Paris zwei Kirchen von „sans-papiers“ (Menschen „ohne Papiere“) besetzt wurden, ist ihre
Situation in der französischen Öffentlichkeit Thema.
Was bedeutet es, Vertrautes zu verlassen und plötzlich „fremd“ zu sein? Diese Frage stellten
sich 12 Französinnen aus 6 christlichen Konfessionen. Ihr Gottesdienst zum WGT 2013,
überschrieben mit dem Bibelzitat „Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen“ (Mt
25,35), fragt: Wie können wir „Fremde“ bei uns willkommen heißen? Der WGT 2013 liefert
dazu biblische Impulse (Mt 25,31-40; 3. Buch Mose/Lev 19,2;33-37; Offb 21,3-4) und Frauen
teilen ihre guten und schwierigen Zuwanderungsgeschichten mit uns. In der Bibel, einem
Buch der Migration, ist die Frage der Gastfreundschaft immer auch Glaubensfrage: „Was ihr
für einen meiner geringsten Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Mt
25, 40) Mutig konfrontiert uns dieser Weltgebetstag so auch mit den gesellschaftlichen
Bedingungen in unserer „Festung Europa“, in der oft nicht gilt, wozu Jesus Christus aufruft:
„Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen“.
Die weltweiten Gottesdienste am Freitag, den 1. März 2013, können dazu ein Gegengewicht
sein: Die WGT-Bewegung ist solidarisch und heißt jede und jeden willkommen! Ein
spürbares Zeichen dafür wird auch mit der Kollekte gesetzt, die Frauen- und
Mädchenprojekte auf der ganzen Welt unterstützt. In Frankreich und Deutschland werden so
Projekte für Frauen mit „Migrationshintergrund“ gefördert, z.B. Flüchtlinge und
Asylbewerberinnen. Lisa Schürmann, Deutsches WGT-Komitee e.V

 

Veranstaltungsort

Name: evangelische Kirche
Straße: Rohrheimer Str. 34
PLZ: 64625
Ort: Schwanheim
Land: Deutschland

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