Kirchenvorstandsklausur

Tief im Odenwald…..runde

…liegt nicht nur ein Bauernhaus so hübsch und fein sondern auch ein Hotel.

Und in diesem Hotel (Kühler Grund) in Scharbach am Fuße der Tromm haben sich die Kirchenvorstände von Schwanheim und Einhausen zu einer Klausur getroffen. In unserer Vorstandsarbeit reden wir  meist weniger über Gott als über die Welt; liegt ja  auch in der Natur der Sache, wir haben halt viel zu verwalten.

Nun wollten wir uns mal ein Wochenende nehmen, fern vom Alltagsgeschäft um dem nachzuspüren, was das heißt: zu glauben und was christlicher Glaube für mich ganz persönlich bedeutet.

Die Tage waren noch mit unserem lieben Thomas geplant und wir hatten ein bisschen Bammel vor der Zeit.

Aber wir hatten alle das Gefühl, dass er anwesend war und uns begleitet hat. Das war ganz besonders am zweiten Abend zu spüren, als wir nach dem offiziellen Teil zu einem spontanen Lobpreis  übergingen. In diesem Zusammenhang einen ganz besonderen Dank an unsere „Band“, Maggy und Beate. Waren natürlich alles  Lieder die uns mit Thomas verbunden haben.

Aber der Reihe nach:

Nach dem Ankommen gab’s  erst mal was zu essen. Und wir wurden in dieser Beziehung sehr verwöhnt. Pfarrer Greifenstein sagt nach einem Essen: „ Nimm doch die Überschrift:  -Der Kirchenvorstand hat zugenommen, an Weisheit und an Umfang-“. Sie sehen der Spaß kam auch nicht zu kurz.

Üblicherweise gibt es am Anfang eines Seminars eine Vorstellungsrunde. Diesmal war es ein bisschen anders. Anstatt uns vorzustellen sollten wir malen, ein jeder ein Wappenschild mit vier Feldern. Im Ersten mussten wir unseren Geburtsort bildlich darstellen, im Zweiten unser Lieblingsessen, im Dritten unseren Lieblingsfilm und im Vierten unsere Hobbys. Anschließend mussten wir raten was der Einzelne wohl gemeint hat. War sehr lustig!

Am nächsten Tag wurde es dann ein bisschen ernster. Wir haben in Kleingruppen unsere  Lebenslinien gezeichnet und geschaut wo die Ausschläge waren.  Bei dem einen war das eine mehr oder weniger kontinuierliche Linie, bei anderen wiederum  sanfte  Schwünge nach oben und unten, es gab aber auch wilde Zacken. War ein sehr emotionaler Vormittag, hätte nur ein bisschen länger dauern dürfen.

In einer anderen Einheit wurde eine Predigt vom Südafrikanischen Bischof Tutu, der unter anderem sagte: Gott ist kein Christ, sondern in allen anderen Religionen zu finden, der Aussage eines protestantischen Predigers gegenübergestellt, der sagte, das Heil gibt es nur durch den Glauben an Jesus Christus. (was denken Sie?) War eine sehr spannende Sache.

Ja, das Wochenende hat uns gutgetan, wir kamen miteinander ins Gespräch auch außerhalb der Seminararbeit. Unsere Kirche hat ja einiges vor mit ihren Gemeinden. So soll z.B. unser beider Kooperation durch Lorsch erweitert werden, um wie das so schön neudeutsch heißt, Synergien zu bündeln.  Kommt einiges auf die KVs zu. Aber Sie können sicher sein, dass wir das Schifflein Gemeinde richtig steuern.

Wie gesagt es gab viele Gespräche ernste und heitere, es war wie in dem Lied „gut das wir einander haben“. Auch Thomas war ein Thema (der Abend war dann sehr lang.)

Eins noch zum Schluss: wir durften uns die ideale Gemeinde wünschen.  Unter vielem anderen haben wir uns eine volle Kirche gewünscht. Und das möchte ich Ihnen mit auf den Weg geben: Kommen Sie doch sonntags einfach einmal vorbei. GOTT freut‘s (und den Pfarrer und den Kirchenvorstand auch.)

(Text: Volker Hölzel, KV Einhausen)